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Rapport der Eidgenössischen Schiesskreise 14 und 15

Sicherheit und Kontrollen haben weiterhin 1. Priorität

 

17. Februar 2021

 

alle Angaben ohne Gewähr

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Nach der Eidgenössischen Schiesskonferenz, die virtuell durchgeführt wurde, hat auch der jährlich gemeinsame Rapport der beiden Eidgenössischen Schiessoffiziere (ESO) Oberst Gerhard Gräzer (Kreis 14) und Oberst iGst Christian Schmassmann (Kreis 15) mit den Präsidenten der 12 Zürcher Schiesskommissionen (KSK) und der einen Schaffhauser Schiesskommission sowie den Ausbildungsverantwortlichen und diversen Gästen als Video-Konferenz stattgefunden.

 

 

Werner Hirt

 

Wichtigste Themen waren die Entgegennahme der Jahresberichte, die Zielsetzungen und Vorkehrungen für die neue Schiesssaison, sowie die Feinverteilung der Informationen und Massnahmen zum Schiesswesen ausser Dienst (SaD) aus dem Ausbildungskommando der Armee -- Schiesswesen und ausserdienstliche Tätigkeit (Ausb Kdo / SAT) .

 

 

Eidg. Schiesskreis 14

Eidg. Schiesskreis 15

 

 

Zufrieden

 

Die Rapportleiter konnten im Rückblick auf 2020 den kantonalen Schiesskommissionen für ihre umfangreichen und einwandfrei ausgeführten Aufträge und Arbeiten sehr gute Zeugnisse ausstellen. Trotz schwieriger Ausgangslage im Zusammenhang mit der „COVID-19-Pandemie“, vor allem mit der verkürzten Zeitspanne für die Erledigung des administrativen Aufwandes und der Abrechnungen, aber auch mit der Fristverlängerung für das „Obligatorische“, konnten alle Aufgaben zeitgerecht erledigt werden. Die vorzügliche Arbeit wurde auch an der Eidgenössischen Schiesskonferenz (ESK) von Katrin Stucki, der Chefin SAT (Schiessenwesen und ausserdienstliche Tätigkeiten), besonders erwähnt als sie sagte: Ohne die Eidgenössischen Schiessoffiziere und Kantonalen Schiesskommissionen gäbe es kein Schiessenwesen ausser Dienst.

 

 

Pandemie killte Teilnehmerzahlen.

 

Aufgrund von „COVID-19“ und damit verbunden die für 2020 ausgesetzte Schiesspflicht liess die Teilnehmerzahlen im letzten Jahr auf nationaler Stufe regelrecht einbrechen. Obligatorisch 300m Rückgang um 68 % auf 46‘223 und 25m um 34% auf 12‘584 -- Feldschiessen 300m um 36% auf 57‘172 (ZH 6‘391 -2‘568) und 25m um 45% auf 17‘282 (ZH 2‘549 –1‘705). Ebenfalls rückläufig waren die Zahlen bei den Jungschützen, um 32% auf 577 bei den Kursen und 38% auf 5‘485 (ZH 524 -240) bei den Schützen.

Diese Rückgänge waren auch dafür verantwortlich, dass im Kanton Zürich der Staatsbeitrag um rund 10‘000 auf 22‘000 Franken geringer ausfiel. AMZ-Mitarbeiter und Stv Kreiskommandant Major Christian Johannes informierte weiter, dass es im Jahr 2019 von 18‘600 Schiesspflichtigen 1‘338 „Versäumer“ gab. 1‘258 davon wurden gebüsst und 30 der Militärjustiz übergeben.

 

 

Ausblick/Zielsetzung

 

Einmal mehr steht bei den Schiessanlagen die Angelegenheit „Sicherheit“ zuoberst auf der Prioritätenliste. Dazu gab Oberst Daniel Siegenthaler, der Eidgenössische Schiessanlagen Experte (ESAE), für 2021 das Motto: „Sicherheit geht vor – Keine Halbheiten – Kontrolle vor Ort“ heraus. Besondere Kontrollpunkte sind dabei einmal mehr die Zustand-Inspektionen der Kugelfangsysteme (Kugelfang und Vorkugelfang) sowie die ordnungsgemässe Berücksichtigung und Erfüllung der Massnahmen im Zusammenhang mit den verschiedenen Gefahrenzonen.

Ernst Aeschimann vom AWEL (Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft)  sprach im Zusammenhang mit den Kugelfansystemen von einer Erfolgsgeschichte. Bei 52 Zürcher Schiessvereinen und Schiesskreisen sind neben 11 Stilllegungen (davon zwei temporär), 35 bereits installiert oder neu-erfasst und sechs sind bis zum Schiessbeginn 2021 noch zu installieren.

 

 


 

Weitere wichtige Themen

 

> Das OP für schiesspflichtige Angehörige der Armee (AdA) ist im 2021 wieder obligatorisch.
> Die Vereine müssen für das Obli mindestens zwei Termine anbieten, einen vor und einen nach den Sommerferien.
> Die Frist für Bundesübungen und die Jungschützenkurse werden bis zum 30. September verlängert.
> Das FS und OP können wiederum am gleichen Schiesshalbtag geschossen werden. - - Das FS muss aber zwingend zuerst absolviert werden. (ohne Probeschüsse!)

 

 

Acht Anlagen geschlossen

 

Zum Jahresbeginn wurden im Kanton Zürich acht Schiessanlagen geschlossen. Im Kreis 14: Stadt Zürich (Probstei Schwamendingen 300m). Schönenberg-Wädenswil (Schützenmatt 300m), Kilchberg (Im Thal 25/50/300m), Rüschlikon (Leilöcher-temporäre Stilllegung), Erlenbach (Ifang 50m). – Kreis 15: Winterthur (Oberseen 50m), Winterthur (Töss 50m), Schlatt (Schlatt 300m).

 

 

Weniger Unfälle:

 

Durch den eingeschränkten Vereins- und Schiessbetrieb wurden der USS-Versicherung (USS) im letzten Jahr weniger Schadensfälle gemeldet (13 gegenüber 24 im Vorjahr). Die abgeschlossenen Fälle verursachten Kosten von rund 40‘000 Franken. Darunter ist lediglich ein Personenschaden (Verletzung am Arm) verursacht durch einen Querschläger nach einem Schuss in eine defekte Tiefblende. Weiter wird den Schiessvereinen empfohlen neben der zwingenden Haftpflicht- die Rechtsschutzversicherung abzuschliessen. Ferner wird informiert dass die bisher erfolgreichen Aktionen “Gehörschutz“ und „Erste Hilfe Koffer“ weitergeführt werden.

 

 

 

Präsidenten KSK und Mitarbeiter ESK 14 und 15

 

Zürcher Kreise: 1) Bezirk Zürich: Oberstlt Alex Gossauer. 2) Zürich/Dietikon: Oberstlt Gregor Forster. 4) Affoltern a.A: Oberstlt Primus Kaiser. 5) Horgen: Oberstlt Martin Gutzeit. 6) Meilen: Oblt Karl Lang. 7) Hinwil: Major Urs Knobel. 8) Major Christoph Ebinger. 9. Pfäffikon: Wm Harald Sieder. 10/11: Stabsadj Philippe Weber. 12. Andelfingen: Oberst Heinrich Zuber. 13. Bülach: Major Christian Johannes. 14) Dielsdorf: Oberstlt. Michael Merki. 15) Kanton Schaffhausen: Wm Alfred Christen.

Mitarbeiter: ESK 14-15: Chef Ausbildung: Karl Wüthrich (Zürich). – ESK 14: Kurs-Admin und Finanzen: Peter Egger (Uster). – ESK 15: Kurs-Admin und Finanzen: Silvia Weber (Elgg). – Verabschiedungen/Amtsübergaben: Präsident KSK 2 von Major Albert Villiger (nach 32 Jahren) an Oberstlt Gregor Forster und KSK 9 von Major Sandro Esposito an Wm Harald Sieder.

 


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